Zürcher Barockorchester

Zürcher Barockorchester

Das Zürcher Barockorchester wurde 2002 im Umfeld der Musikhochschule Zürich gegründet.

Von 2014 bis 2017 hatte Konzertmeisterin Renate Steinmann auch die künstlerische Leitung inne und hat das Ensemble erfolgreich bei einer CD-Produktion (La Dresda Galante, 2014) und an das renommierte Festival „Tage Alter Musik Regensburg“ (2017) geführt.

Ab 2018 werden sich die beiden Zürcher Geigerinnen Monika Baer und Renate Steinmann die künstlerische Leitung teilen und somit eine selten anzutreffende Form der Zusammenarbeit leben.

Das künstlerische Selbstverständnis des Orchesters beinhaltet neben höchster Klangqualität einen frischen Zugang auch zu bisher selten gespielten Werken. Die Zusammenarbeit des Zürcher Barockorchester mit Musikwissenschaftlern ermöglicht eine facettenreiche, wissenschaftlich abgestützte und zugleich lebendige Programmkonzeption.

Vorschau 2018:

Corelli im Zürcher St. Peter

Samstag, 9. Juni 2018, ab 13.00 Uhr 
St. Peter Hofstatt, Kirche St. Peter, Lavaterhaus

Passend zum Festwochen-Thema «Schönheit und Wahnsinn» widmet das Zürcher Barockorchester unter der gemeinsamen Leitung der beiden Barockspezialistinnen Monika Baer und Renate Steinmann in grosser Streicherbesetzung – etwa 50 Musiker und Musikerinnen! –  einen Tag dem römischen Geiger Arcangelo Corelli. In Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde St. Peter, Zürich wird die weltberühmte Kirche, der wunderschöne Altstadt-Platz und auch das zugehörige Lavaterhaus bespielt. 

Auf der St.-Peter-Hofstatt finden am Nachmittag mehrere kurze Freilichtkonzerte mit Concerti Grossi von A. Corelli und seinem Schüler G. Valentini statt (bei guter Witterung, ansonsten in der Kirche St. Peter).

Corellis Arbeitsverhältnis für die Kirche und den Hof wird am Nachmittag in intimeren Veranstaltungen im Lavatersaal vielseitig beleuchtet. Kammermusikalisch besetzte Werke aus den Sammlungen Sonate da Chiesa und Sonate da Camera werden dabei im Zentrum stehen. Das Publikum erfährt vom Corelli-Spezialisten Christoph Riedo Hintergründe zum sogenannten Kirchenstil und den Arbeitsbedingungen Corellis.

Am Abend folgt dann das grosse Festkonzert in der Kirche, welches eine Gesamtschau auf den Geiger Corelli bietet: Concerti Grossi bilden den festlichen Rahmen, Kammersonaten und Solosonaten wechseln sich in verschiedenen Besetzungen ab.

Tresor

Unter dem Titel «Tresor» wird das Zürcher Barockorchester 2018 einen noch unbekannten Schatz heben:

In mehreren Schrankfächern der UBS Zürich liegt eine stetig wachsende Sammlung von Musikhandschriften. Dr. Nicola Schneider verfolgt seit 2008 ein riesiges Projekt: Die im Zweiten Weltkrieg zerbombte Bibliothek in Darmstadt soll wieder aufgebaut werden. Ziel ist es, der Bibliothek in ein paar Jahren ein Äquivalent zu den verloren gegangenen Handschriften anzubieten.

Seit 2011 wird er dabei von Dr. Agnes Genewein unterstützt. Das Zürcher Barockorchester hat ein Programm mit Werken aus Norditalien im ausgehenden 18. Jahrhundert zusammengestellt. Virtuose Concerti und dramatische Sinfonien, die noch nie im Druck erschienen sind, werden zu hören sein.

Es erwartet Sie ein italienisches Feuerwerk in Grossbesetzung mit noch gänzlich unbekanntem Konzertrepertoire. Am Konzert werden Einblicke in die kostbaren Handschriften gegeben und Nicola Schneider wird die aufgeführten Werke kommentieren.

Kontakt

Renate Steinmann
steinmann@zuercherbarockorchester.ch
+41 79 317 85 78